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hilver überzeugt in Kirchheim am Neckar - Hilfe innerhalb weniger Stunden

Nutzer und Ehrenamtliche der Hilver-App haben guten Kontakt zu Organisatorin Andrea Fritz von der Gemeinde Kirchheim: von links Thomas Axt, Andrea Fritz, Ursula Meifert, Gabriele Wagner, Walter Geiger, Roland Gamnitzer

Quelle:

Bietigheimer Zeitung / Oliver Bürkle

10. Juli 2026

Vier Monate nach dem Start zieht Kirchheim am Neckar eine erste Bilanz – und die kann sich sehen lassen.

Wir freuen uns riesig: Was im März 2026 in Kirchheim am Neckar begann, hat sich in kurzer Zeit zu einem lebendigen Helfernetzwerk entwickelt. Die Bietigheimer Zeitung hat der Gemeinde nun einen Besuch abgestattet und mit Nutzerinnen, Nutzern und Ehrenamtlichen gesprochen – und das Fazit fällt durchweg positiv aus.


Die Zahlen sprechen für sich

Bereits 33 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer stehen in Kirchheim über hilver bereit, insgesamt haben sich über 50 Interessierte die App heruntergeladen. Rund 15 Hilfsanfragen gehen inzwischen pro Monat ein – Tendenz steigend. Und das Beste: Zwischen Anfrage und Zusage vergehen in der Regel nur wenige Stunden. Oder wie es Andrea Fritz von der Gemeinde, die das Netzwerk vor Ort koordiniert, gegenüber der Zeitung auf den Punkt bringt: „Es musste noch niemand lange auf Hilfe warten.“


Hilfe, die im Alltag ankommt

Die Beispiele aus Kirchheim zeigen, wie vielfältig Nachbarschaftshilfe sein kann: Eine Bürgerin fühlte sich mit den Formularen ihrer Patientenverfügung überfordert – schon kurz nach dem Einstellen der Anfrage meldete sich eine Helferin mit pflegerischem Hintergrund und füllte die Unterlagen gemeinsam mit ihr aus. Ein anderer Nutzer bekam Unterstützung beim Abholen seiner Medikamente in der Apotheke, ein weiterer beim Aufbau seines neuen Wohnzimmertischs. Am häufigsten angefragt werden Fahrten – etwa zum Arzt, zur Apotheke oder ins Krankenhaus.

Was uns dabei besonders freut: Die Nutzerinnen und Nutzer berichten, dass hilver ihnen nicht nur praktisch hilft, sondern auch Sicherheit und Unabhängigkeit zurückgibt. Viele Dinge, die man früher aufgeschoben hat, weil man niemanden fragen wollte, werden nun einfach angepackt. Die Hemmschwelle, Hilfe anzunehmen, sinkt spürbar.


Vertrauen und klare Regeln

Der Erfolg in Kirchheim kommt nicht von ungefähr – er basiert auf den Grundprinzipien, die hilver ausmachen:

  • Persönliche Vorstellung & Führungszeugnis: Jede Helferin und jeder Helfer stellt sich persönlich bei der Gemeinde vor und legt ein polizeiliches Führungszeugnis vor. Erst dann erfolgt die Freischaltung – inklusive Versicherungsschutz über die Gemeinde.

  • Barrierefreier Zugang: Wer kein Smartphone oder Internet hat, ruft einfach bei Andrea Fritz an. Sie stellt die Anfrage stellvertretend in die App ein.

  • Überschaubarer Rahmen: Die Einsätze sind bewusst auf etwa zwei Stunden begrenzt. So bleiben die Aufgaben für die Ehrenamtlichen gut machbar – und niemandem wird zu viel abverlangt.

  • Kein Ersatz für Profis: Größere Arbeiten, etwa umfangreiche Gartenaktionen, gehören in die Hände von Fachbetrieben. hilver ergänzt lokale Dienstleister, statt mit ihnen zu konkurrieren.


Ein Modell mit Vorbildcharakter

Kirchheim am Neckar ist derzeit die einzige Kommune im Landkreis Ludwigsburg, die auf hilver setzt – und zeigt eindrucksvoll, was möglich ist, wenn eine Gemeinde Nachbarschaftshilfe aktiv gestaltet und in sie investiert. Wir danken der Gemeinde und insbesondere Andrea Fritz für ihr großartiges Engagement vor Ort.


Sie möchten mithelfen oder brauchen selbst Unterstützung? Laden Sie einfach die hilver-App herunter und registrieren Sie sich – jede geschenkte Stunde zählt.


Den vollständigen Artikel der Bietigheimer Zeitung finden Sie hier.

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