
Quelle:
hilver
27. März 2026
Gemeinderat stellt die Weichen für Ehrenamt und Nachbarschaftshilfe – hilver wird offizielle Plattform der Großen Kreisstadt
Mit Bretten gewinnt das hilver-Netzwerk eine weitere engagierte Kommune im Kraichgau hinzu. In seiner öffentlichen Sitzung am 24. März 2026 hat der Brettener Gemeinderat einstimmig beschlossen, hilver als digitale Plattform für die Nachbarschaftshilfe einzuführen. Damit reagiert die Stadt auf eine spürbare Lücke: Nachdem die langjährige Brettener Nachbarschaftshilfe zum Jahresende 2025 ihre Arbeit eingestellt hat, fehlte vielen Menschen ein verlässlicher Weg, um im Alltag unkompliziert Unterstützung zu finden.
Eine Lücke schließen – unkompliziert und alltagsnah
13 Jahre lang war die Nachbarschaftshilfe in Bretten ein verlässlicher Partner und hat rund 370 Menschen ehrenamtlich begleitet. Genau hier setzt hilver an: Die Plattform vermittelt schnell, unbürokratisch und zuverlässig kleine Hilfen im Alltag – vom Einkaufen über Fahrten zum Arzt bis hin zu Hilfe im Haushalt oder bei technischen Fragen – und verbindet Menschen, die Unterstützung suchen, mit Freiwilligen aus der eigenen Gemeinschaft.
„Gesund älter werden und so lange wie möglich selbstständig in den eigenen vier Wänden wohnen bleiben – genau dafür ist hilver gedacht“, fasste CDU-Fraktionschef Martin Knecht den Gedanken hinter dem Antrag zusammen. „Wir wollen mit der Einführung dieser App einen Mehrwert schaffen“, betonte Oberbürgermeister Nico Morast, der beim Thema niederschwellige Hilfe gerade für Seniorinnen und Senioren großen Handlungsbedarf sieht.
So funktioniert die Hilfe vor Ort
Hilfesuchende können ihre Anfragen ganz nach Bedarf digital über die App oder telefonisch stellen. Registrierte und überprüfte Helferinnen und Helfer übernehmen diese anschließend flexibel und freiwillig. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf Sicherheit und Transparenz: Helfende verifizieren sich vorab, und jede Unterstützung wird dokumentiert und bestätigt. Eine telefonische Hotline ergänzt das Angebot, damit auch weniger digital affine Bürgerinnen und Bürger den Zugang finden.
Ein bewusster Schritt – und ein starkes Zeichen fürs Ehrenamt
Die Entscheidung für hilver fiel nach enger Abstimmung mit dem Seniorenrat. Die bisherige Engagement-Plattform der Stadt wird zum Jahresende eingestellt; mit hilver verfolgt Bretten einen zeitgemäßen, niedrigschwelligen Ansatz. Die Einführung erfolgt in den kommenden Monaten, nach zwei Jahren ist eine Evaluation vorgesehen.
In derselben Sitzung würdigte der Gemeinderat auch das ehrenamtliche Engagement und beschloss eine Überarbeitung der Ehrenordnung – ein Schritt, der gut zum Grundgedanken von hilver passt: Gemeinschaft entsteht dort, wo Menschen füreinander da sind.
Eine weitere starke Partnerkommune
Mit Bretten wächst das hilver-Netzwerk um eine engagierte Große Kreisstadt, die zeigt, wie digitale Infrastruktur und Ehrenamt Hand in Hand funktionieren können – unkompliziert, alltagsnah und mit echtem gesellschaftlichem Mehrwert. Wir freuen uns darauf, die Menschen in Bretten beim Aufbau ihres Helfernetzwerks zu begleiten.